Kommende Ausstellung
Natur und Antike
Der Romantiker Friedrich Nerly in Rom
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Die Kunsthalle Bremen entdeckt den Maler Friedrich Nerly in einer großen Ausstellung.
Ab in den Süden – das war der große Trend in der Romantik. Auch Friedrich Nerly (1807–1878) ging bereits mit 21 Jahren nach Italien. Er arbeitete in Rom, Tivoli und Olevano, damals wie heute Hotspots der Künstler und Touristen. An der Küste entlang reiste er nach Neapel und bis Sizilien. Dabei entstanden sonnendurchflutete Zeichnungen und Aquarelle vor der Natur, die ihm als Grundlage für Gemälde dienten.
Ein unbekanntes Werk kommt ans Licht
Höhepunkt der Ausstellung ist das Gemälde Campagnalandschaft mit Aqua Claudia von 1836. Jahrzehntelang schlummerte es im Depot – ein schwerer Fall für die Restaurierung. Erst eine großzügige Spende ermöglichte seine aufwendige Wiederherstellung. Ein unbekanntes Hauptwerk Nerlys kam ans Licht!
Das Motiv war damals neu und spektakulär: Die imposanten Ruinen des Aquädukts vor den Toren Roms. Erst seit Ende der 1820er Jahre erwachte das Interesse von Künstlern an dem Monument. Nerlys Gemälde steht am Beginn dieser Entwicklung und ist in seiner Gestaltung einzigartig. Werke u.a. von Blechen, Piranesi, Schirmer und Spitzweg veranschaulichen die Karriere des Bildsujets.
Mit der Fotoserie Aqua Claudia, 2014, von Hans-Christian Schink schlägt die Ausstellung den Bogen in die Gegenwart und regt aktuelle Debatten an: über vergessene und wiederentdeckte Orte, über den Wandel unseres Blicks auf das kulturelle Erbe Italiens und über die Geschichte und Zukunft der Wasserversorgung – ein essentielles Thema in Zeiten des Klimawandels.
Mehr zum ThemaIhr Besuch

Friedrich Nerly, Campagnalandschaft mit Aqua Claudia, 1836
Öl auf Leinwand, 124 x 148,5 cm, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Friedrich Nerly, Bewachsene Felsen über einem Tal, Ariccia, 1835
Öl auf Papier auf Pappe, 25 x 40,5 cm, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Friedrich Nerly, Der Saturntempel auf dem Forum Romanum, 1829/30
Aquarell, Feder, Pinsel in Braun, Bleistift, 28,9 x 25,8 cm, Angermuseum Erfurt, Foto: Stadtverwaltung Erfurt, Dirk Urban

Friedrich Nerly, Villa in italienischer Landschaft, mit Blick auf Meeresbucht (Mola di Gaeta), 1835
Öl auf Leinwand, 63 x 75 cm, Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf

Friedrich Nerly, Tempel der Juno Lacinia II in Agrigent, 1835
Aquarell, 46,9 x 65,5 cm, Angermuseum Erfurt, Foto: Stadtverwaltung Erfurt, Dirk Urban

Friedrich Nerly, Die Wasserfälle bei Tivoli nach Osten gesehen, 1829/35
Öl auf Papier auf Leinwand, 58 x 77,5 cm, Belvedere, Wien

Friedrich Nerly, Küstenlandschaft bei der Mündung des Garigliano, 1833/34
Aquarell, 51 x 76,7 cm, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Friedrich Nerly, Büffel ziehen einen Marmorblock, 1832/33
Öl auf Leinwand, 74,5 x 99,4 cm, Thorvaldsens Museum, Kopenhagen, Foto: Lennart Larsen

Friedrich Nerly, Maria mit Haarband, Kopfstudien, 1833 (Detail)
Aquarell, 29,6 x 41,9 cm, Angermuseum Erfurt, Foto: Stadtverwaltung Erfurt, Dirk Urban

Friedrich Nerly, Italienische Terrasse mit Mädchen und Lautenspieler (Haarflechten in Mola di Gaeta), 1838
Aquarell, Gouache, Bleistift, 19,3 x 23,3 cm, Städel Museum, Frankfurt am Main

Hans-Christian Schink, Via del Quadraro (1), aus der Serie Aqua Claudia, 2014
Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen, Geschenk Claus H. Wencke, 2025, © Hans-Christian Schink

Hans-Christian Schink, Via del Quadraro (2), aus der Serie Aqua Claudia, 2014
Leihgabe des Künstlers, © Hans-Christian Schink

Carl Spitzweg, Engländer in der Campagna, um 1835
Öl auf Papier auf Karton, 40 x 50 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Foto: Jörg P. Anders

Carl Blechen, Römische Wasserleitung, um 1828/29
Öl auf Papier auf Pappe, 13 x 23,5 cm, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen / Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland

Johann Wilhelm Schirmer, Römische Campagna mit Wasserleitung, 1845
Öl auf Leinwand, 103 x 166,8 cm, Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg











